4.Fachforum: Ein kleiner Rückblick von Julia Hiller

1 Nov

„ Wir wollen möglichst viele an der Entwicklung einer eigenständigen Jugendpolitik beteiligen“
 Julia Hiller ist Referentin für den Bereich Jugend und Bildung im Bundesjugendministerium. Die Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik ist ein Schwerpunkt ihrer Arbeit. D. h. sie unterstützt die entsprechenden Stellen bei der Planung und Organisation des Prozesses. Im Folgenden gibt sie euch einen persönlichen Rückblick auf das letzte Fachforum.

Im>P: Wie hat ihnen das 4.Fachforum gefallen?

Hiller: Mir ist zunächst sehr wichtig, dass es gelungen ist, eine gemeinsame Veranstaltung des >>BMFSFJ, des >>BMBF und der >>KMK zum Thema „Lern- und Lebensort Schule“ zu veranstalten. Damit wird das Anliegen der Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik umgesetzt, alle wichtigen Akteure an einen Tisch zu holen. Weiterhin finde ich die Auswahl der Themen gelungen. Die Workshops stellen den jungen Menschen an sich in den Vordergrund und schauen auf ihre oder seine Bedürfnisse – was braucht ein junger Mensch am Ort Schule, wenn sie oder er sich dort einen Großteil des Tages aufhält, sie oder er will den Tag mitgestalten, sich wohlfühlen, individuell gefördert werden und braucht auch mal einen Ansprechpartner. Diese Subjektorientierung (der Blick auf den Einzelnen) spiegelt sich in den ersten drei Workshops. Dementsprechend haben auch viele Fachleute teilgenommen, die tagtäglich mit jungen Menschen arbeiten. Das Interesse hat mich sehr gefreut. Ich bin nun sehr auf die Ergebnisse gespannt.

Im>P: Sie nahmen am Workshop „Schule als attraktiver Lebensort“ teil: Was macht eine Schule ihrer Meinung nach attraktiv für junge Menschen?

Hiller: Ob Schule ein attraktiver Lebensort ist, an dem sich alle wohlfühlen und gerne aufhalten, hängt von vielen Aspekten ab. Hierzu gehören z. B. das Schulklima und die Atmosphäre in der Klassen- und Schulgemeinschaft sowie das (Vertrauens-)Verhältnis zwischen Lernenden und Lehrenden. Weiter spielt die Lern- und Freizeitkultur eine wesentliche Rolle. Freiräume in und rund um Schule sind notwendig, einmal als Aus- und Freizeiten, die selbstbestimmt und eigenverantwortlich für Entspannung und Freizeitaktivitäten genutzt werden können. Andererseits sind aber auch reale Räume gemeint, die Schülerinnen und Schüler für diese Zeiten zur Verfügung stehen, wie beispielsweise ein Schülercafé, ein Ruheraum, eine Schwimmhalle oder Räume für Arbeitsgemeinschaften. Für die Ausgestaltung solcher Freiräumen sind Kooperationen mit außerschulischen Akteuren besonders wichtig (z.B. Vereine, Eltern, Künstler)

Im>P: Warum ist das Format der Fachforen so wichtig für die Entwicklung einer EiJP?

Hiller: Mit liegt dieses Format besonders am Herzen, weil wir möglichst viele an der Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik beteiligen wollen. Das versuchen wir mit den Fachforen zu realisieren. Hier werden Anregungen gesetzt, die dann von den Jugendlichen weiterentwickelt werden können und dann in die Leitlinien einer Eigenständigen Jugendpolitik eingehen.

Im>P: Welche Themen liegen ihnen zum Thema Bildung und EiJP besonders am Herzen?

Hiller: Eigentlich gilt für beide Themen gleichermaßen, dass es vor allen um die jungen Menschen selber geht – sie sollen gerechte Chancen für ihr Leben erhalten und trotzdem in der Jugendzeit auch noch Spaß haben und ihre Persönlichkeit entfalten können. Auf Themen runtergebrochen bedeutet das individuelle Förderung ermöglichen und Freiräume schaffen oder erhalten.

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